Erfahrungsbericht: Einstellungstest Ziviler Dienst (Bundeswehrverwaltung)
Struktur, Verantwortung und ein sicherer Arbeitsplatz – genau das hat Melanie (21) am zivilen Dienst bei der Bundeswehr gereizt. Hier schildert sie ihre Erfahrungen mit dem Auswahlverfahren.
Ich habe mich für den zivilen Dienst bei der Bundeswehr beworben, genauer gesagt für eine Ausbildung im Bereich der Bundeswehrverwaltung. Der Gedanke dahinter war für mich, in einem sicheren und strukturierten Umfeld zu arbeiten, ohne direkt im militärischen Bereich eingesetzt zu sein. Nach der Bewerbung wurde ich relativ schnell zum Auswahlverfahren für den zivilen Dienst eingeladen.
Im Vorfeld wusste ich nur grob, dass es sich um einen schriftlichen Test mit mehreren Teilen handeln würde. Vor Ort wurde mir dann alles genauer erklärt, inklusive Ablauf und Bewertung.
Am Tag des Tests ging es zunächst in einen Wartebereich, wo alle Bewerber nacheinander registriert wurden. Danach wurden wir in einen Raum gebracht und kurz über den Ablauf informiert. Es wurde erklärt, dass sich viele Personen auf die Stelle im zivilen Dienst beworben haben und nur ein Teil später weiterkommt.
Die Prüfer wirkten ruhig und sachlich, was mir geholfen hat, die Nervosität etwas abzubauen. Danach wurde das eigentliche Auswahlverfahren für den zivilen Dienst gestartet und die Aufgabenblätter verteilt.
Deutschteil
Der erste große Block war Deutsch. Dieser Teil im Auswahlverfahren für den zivilen Dienst bestand aus Rechtschreibung, Grammatik und Textverständnis. Man musste falsch geschriebene Wörter korrigieren, Kommas richtig setzen und Sätze sprachlich verbessern. Teilweise waren das typische Fehler, die man auch aus der Schule kennt, zum Beispiel Schreibweisen oder Satzbaufehler.
Besonders interessant fand ich den Aufsatzteil, der später kam. Dort sollte man einen formellen Geschäftsbrief verfassen, zum Beispiel eine Anfrage an eine Firma für bedruckte T-Shirts. Dabei ging es nicht nur um Inhalt, sondern auch um Struktur und höfliche Ausdrucksweise.
Mathematik und Allgemeinwissen
Der nächste Teil im Auswahlverfahren für den zivilen Dienst war Mathematik und Allgemeinwissen. Die Matheaufgaben waren grundsätzlich gut machbar, aber der Zeitdruck war spürbar. Es ging unter anderem um einfache Rechenaufgaben, Prozentrechnung und logisches Einsetzen von Zahlen und Rechenzeichen. Eine typische Aufgabe war zum Beispiel die Berechnung eines Gewinns in Prozent bei einem Kauf- und Verkaufspreis.
Im Bereich Allgemeinwissen wurden Kartenaufgaben gestellt, bei denen man Länder oder Städte in Europa bzw. Deutschland zuordnen musste. Außerdem gab es Multiple-Choice-Fragen zu Politik, Geschichte und der Bundeswehr. Dabei ging es unter anderem um Themen wie wichtige politische Ämter, historische Ereignisse und grundlegende Fakten zur Bundeswehr.
Nach dem ersten Teil gab es eine kurze Pause. Das war auch nötig, weil der Test insgesamt ziemlich konzentriert ablief. Danach ging es direkt mit dem nächsten Abschnitt weiter. Im Auswahlverfahren für den zivilen Dienst war der Zeitdruck durchgehend präsent, auch wenn die Aufgaben selbst nicht extrem schwer waren. Wichtig war vor allem, ruhig zu bleiben und sauber zu arbeiten, statt sich zu sehr von der Uhr stressen zu lassen.
Aufsatz
Im zweiten Teil kam ein Aufsatz dazu. Dafür hatte man etwa 30 Minuten Zeit und konnte zwischen verschiedenen Themen wählen. Die Themen waren eher gesellschaftlich und aktuell gehalten. Unter anderem ging es um Gleichberechtigung, aber auch um die Bewertung staatlicher Maßnahmen in besonderen Krisensituationen. Ich habe mich für ein Thema entschieden, bei dem ich gut argumentieren konnte.
Am Ende des Tages war ich zwar ziemlich erschöpft, aber auch zufrieden mit meinem Eindruck. Das Auswahlverfahren für den zivilen Dienst war klar aufgebaut, gut organisiert und insgesamt gut machbar, wenn man sich konzentriert.
Rückblickend würde ich sagen: Eine gewisse Vorbereitung in Deutsch und Mathe hilft sehr, genauso wie ein ruhiger Umgang mit Zeitdruck. Wer sich im zivilen Dienst der Bundeswehr bewirbt, sollte vor allem sauber, strukturiert und konzentriert arbeiten können.
Melanie, 21 Jahre
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