Erfahrungsbericht: Einstellungstest Soldat auf Zeit (SaZ)
Wie läuft das Auswahlverfahren als Soldat auf Zeit (SaZ) in der Laufbahn der Mannschaften wirklich ab? Dominik (19) berichtet offen von seinen Erfahrungen mit Sporttest, psychologischem Gespräch und Co.
Kürzlich wurde ich als Soldat auf Zeit (SaZ) in der Laufbahn der Mannschaften bei der Bundeswehr angenommen. Rückblickend weiß ich, wie wichtig eine gute Vorbereitung auf das Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit ist. Das Verfahren war bei mir klar strukturiert und bestand im Wesentlichen aus einem computergestützten Eignungstest (CAT), einem Sporttest, einem psychologischen Vorstellungsgespräch und der ärztlichen Untersuchung mit anschließender Einplanung.
Schon vorab war ich ziemlich gespannt, wie das Ganze ablaufen würde. Man hört viel über das Auswahlverfahren, aber erst vor Ort merkt man, wie intensiv es wirklich ist.
Eignungstest
Da ich etwas weiter entfernt wohne, musste ich bereits am Vorabend in der Kaserne anreisen. Nach dem Einchecken in die Stube gab es erstmal organisatorische Dinge und einige Formulare, die ausgefüllt werden mussten. Die Stimmung unter den Bewerbern war angespannt, aber auch irgendwie konzentriert. Jeder wusste, dass das Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit jetzt richtig beginnt.
Am nächsten Morgen ging es nach dem Frühstück direkt mit dem computergestützten Eignungstest los. Dieser CAT-Test war der erste große Prüfstein im Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit. Abgefragt wurden mehrere Bereiche: Deutsch, Englisch-Grundkenntnisse, technisches Verständnis sowie Konzentration und Logik. Die Aufgaben wirkten auf den ersten Blick machbar, wurden aber durch den Zeitdruck deutlich schwieriger. Besonders im Gedächtnis geblieben sind mir die Konzentrationsaufgaben, bei denen man sehr schnell reagieren und trotzdem fehlerfrei arbeiten musste.
Auch einfache technische Zusammenhänge oder logische Reihen mussten erkannt werden. Im Sprachteil ging es um Wortbedeutungen und Satzverständnis, im Mathe- und Logikbereich um grundlegende Rechenwege und Muster. Insgesamt war der Test weniger fachlich kompliziert, aber mental sehr fordernd.
Sporttest
Nach einer kurzen Pause ging es weiter mit dem Sporttest. Der Basis-Fitness-Test ist ein fester Bestandteil im Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit und besteht aus drei Disziplinen: Sprinttest, Klimmhang und Ergometertest.
Der Sprinttest war vor allem eine Frage der Technik und Reaktion. Man musste schnell anlaufen, sauber wenden und die Geschwindigkeit halten. Beim Klimmhang wurde deutlich, wie wichtig Kraftausdauer ist, viele unterschätzen diese Übung im Vorfeld. Der Ergometertest am Ende war für mich die anstrengendste Disziplin, weil man dort über mehrere Minuten konstant Leistung bringen muss.
Psychologisches Vorstellungsgespräch
Nach dem Sporttest folgte das psychologische Vorstellungsgespräch. Dieser Teil im Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit war deutlich persönlicher als die vorherigen Tests.
Im Gespräch saßen mir ein Psychologe und ein Offizier gegenüber. Zuerst ging es um meine Motivation: Warum ich zur Bundeswehr möchte und was ich mir von der Laufbahn als Soldat auf Zeit erwarte. Danach wurden typische Fragen gestellt, die sich auf Verantwortung, Teamfähigkeit und Belastbarkeit beziehen.
Auch kritische Themen wurden angesprochen, zum Beispiel der Umgang mit Stress oder die Frage, wie ich mit schwierigen Situationen umgehen würde. Außerdem wurde kurz auf meine Angaben aus dem Bewerbungsbogen eingegangen. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass im Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit stark darauf geachtet wird, ob die persönliche Eignung wirklich zum Beruf passt.
Ärztliche Untersuchung und Einplanung
Nach dem Gespräch folgte die ärztliche Untersuchung. Auch dieser Teil im Auswahlverfahren für den Soldat auf Zeit ist wichtig, da hier die körperliche Eignung geprüft wird.
Es wurden Seh- und Hörtest durchgeführt, der Blutdruck gemessen sowie Größe und Gewicht erfasst. Zusätzlich gab es eine allgemeine Untersuchung und Fragen zu Vorerkrankungen, Operationen und familiären Krankheitsbildern. Danach wurde entschieden, ob man diensttauglich ist und für welche Verwendungen man grundsätzlich infrage kommt.
Im Anschluss daran kam die Einplanung. Dort wurden mögliche Verwendungen erklärt und es wurde besprochen, wo und in welchem Bereich man später eingesetzt werden könnte. Man konnte Wünsche äußern, musste aber auch flexibel bleiben.
Rückblickend war das Auswahlverfahren gut organisiert, aber auch deutlich anspruchsvoller, als ich erwartet hatte. Besonders wichtig sind aus meiner Sicht eine solide Vorbereitung auf den CAT-Test, eine gute Grundfitness für den Sporttest und ein ehrlicher, reflektierter Auftritt im Gespräch.
Dominik, 19 Jahre
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