Erfahrungsbericht: Einstellungstest Unteroffizier
Nach dem Abitur wusste Liv (19) erstmal nicht, welchen Weg sie einschlagen soll. Heute erzählt sie, warum sie sich für die Laufbahn als Unteroffizierin entschieden hat und wie sie das Auswahlverfahren bei der Bundeswehr erlebt hat.
Nach dem Abitur war ich erstmal unsicher, wie es für mich weitergehen soll. Studium, Ausbildung oder doch etwas ganz anderes. Vieles hat mich interessiert, aber nichts hat sich wirklich richtig angefühlt. Durch einen Termin im Karrierecenter bin ich schließlich auf die Laufbahn als Unteroffizierin gestoßen. Je mehr ich darüber erfahren habe, desto klarer wurde mir: Das könnte passen.
Nach der Bewerbung bekam ich einige Wochen später die Einladung zum Auswahlverfahren für die Unteroffizierin. Ehrlich gesagt war ich ziemlich gespannt, weil ich nicht genau wusste, was mich erwartet.
Anreise und erster Eindruck
Ich sollte am frühen Nachmittag anreisen. Nach der Anmeldung wurde mir meine Unterkunft gezeigt und ich bekam meinen Ablaufplan für die kommenden Tage. Alles war sehr strukturiert, fast schon durchgetaktet.
Schon am ersten Abend mussten wir einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Dabei ging es um persönliche Daten, Motivation für die Bundeswehr, bisherige Erfahrungen und auch darum, warum man sich für die Laufbahn als Unteroffizierin interessiert. Dieser erste Eindruck hat direkt gezeigt, dass das Auswahlverfahren für die Unteroffizierin sehr viel Wert auf Persönlichkeit und klare Entscheidungen legt.
Computertest
Am nächsten Morgen startete der eigentliche Eignungstest am Computer. Dieser Teil im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin war ziemlich umfangreich und bestand aus mehreren Bereichen.
Zuerst kamen Sprachaufgaben. Dort musste man Fehler erkennen, Sätze vervollständigen und sprachliche Zusammenhänge verstehen. Danach folgten Englisch-Grundkenntnisse, die eher einfach waren, aber unter Zeitdruck trotzdem Konzentration erforderten.
Der nächste Block war Mathematik und Logik. Hier ging es um Prozentrechnung, einfache Gleichungen, Tabellenverständnis und logisches Denken. Einige Aufgaben wirkten auf den ersten Blick harmlos, wurden aber durch die knappe Zeit schnell anspruchsvoll.
Besonders interessant fand ich den technischen Teil. Dort musste man Muster erkennen, Abläufe verstehen und räumlich denken. Zusätzlich gab es viele Konzentrationsaufgaben, bei denen Geschwindigkeit und Genauigkeit gleichzeitig gefragt waren.
Zum Schluss folgte ein Persönlichkeitstest mit vielen Aussagen, die man bewerten musste. Im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin wurde hier sehr deutlich, dass es nicht nur um richtige oder falsche Antworten geht, sondern um ein konsistentes Gesamtbild.
Sporttest
Am nächsten Tag stand der Basis-Fitness-Test an. Dieser Sportteil im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin bestand aus Sprinttest, Klimmhang und Ergometertest.
Der Sprinttest war kurz, aber intensiv. Vor allem die schnellen Richtungswechsel haben es in sich. Beim Klimmhang wurde schnell klar, dass es auf Kraftausdauer ankommt. Der Ergometertest am Ende war für mich die größte Herausforderung, weil man über mehrere Minuten konstant Leistung bringen musste, ohne richtig nachlassen zu dürfen.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin keine sportlichen Höchstleistungen erwartet werden, sondern eine stabile Grundfitness und vor allem Durchhaltevermögen.
Psychologisches Interview
Nach dem Sporttest folgte das psychologische Interview. Dieser Teil im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin war deutlich persönlicher als alles zuvor.
Zuerst ging es um meinen bisherigen Lebensweg und meine Entscheidungen nach dem Schulabschluss. Danach wurde ich intensiv zu meiner Motivation befragt: Warum ich Unteroffizierin werden möchte, was mich an der Bundeswehr interessiert und wie ich mir den Alltag dort vorstelle.
Auch Stresssituationen und Verantwortungsbewusstsein waren ein großes Thema. Einige Fragen bezogen sich direkt auf meine Antworten aus dem Fragebogen vom Anfang, wodurch schnell klar wurde, dass im Auswahlverfahren für die Unteroffizierin sehr genau hingeschaut wird, ob die Aussagen zusammenpassen.
Das Gespräch war fordernd, aber fair. Es ging weniger darum, perfekte Antworten zu geben, sondern darum, authentisch und nachvollziehbar zu bleiben.
Einplanung
Am zweiten Tag stand noch die Einplanung an. Dort wurden mir mögliche Tätigkeitsbereiche erklärt und besprochen, welche Verwendung für mich infrage kommt. Auch Wünsche konnte ich äußern, aber es wurde direkt gesagt, dass nicht immer alles eins zu eins umgesetzt werden kann. Als ich schließlich die Rückmeldung bekam, dass ich das Auswahlverfahren für die Unteroffizierin bestanden habe, war ich vor allem erleichtert.
Liv, 19 Jahre
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