Bundeswehr: Die Mannschafts-Laufbahn
Alles Wichtige zur Karriere in der Laufbahn der Mannschaften: Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, und was erwartet dich im Auswahlverfahren?
Die Mannschaften bilden die niedrigste Dienstgrad-Gruppe der Bundeswehr. Der Einstiegsgrad heißt je nach Teilstreitkraft unterschiedlich: In der Luftwaffe nennt man ihn Flieger, in der Marine Matrose, und im Heer gibt es je nach Truppengattung geschlagene sechs Bezeichnungen – Schütze, Panzergrenadier, Jäger, Kanonier, Funker und Pionier.
Die Beförderungswege sind gleich: Der Flieger, Matrose oder Schütze wird zum Gefreiten, danach folgen Obergefreiter, Hauptgefreiter, Stabsgefreiter, Oberstabsgefreiter, Korporal und Stabskorporal. Die Beförderungen richten sich nach der Dienstzeit. Anwärter in den Laufbahnen der Unteroffiziere, Feldwebel und Offiziere tragen zunächst ebenfalls Mannschaftsdienstgrade.
Die Voraussetzungen für Mannschaften
- Du bist mindestens 17 Jahre alt. Wenn du noch nicht volljährig bist, brauchst du das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten.
- Du bist mindestens 1,55 Meter groß.
- Du bist nicht mehr schulpflichtig. Ein Schulabschluss ist erwünscht, aber keine Voraussetzung.
- Du besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.
- Du verpflichtest dich für mindestens ein Jahr.
- Du bist bereit, an Auslandseinsätzen teilzunehmen.
Das Auswahlverfahren für Mannschaften
Das Auswahlverfahren für Mannschaften dauert zwei Tage und findet in einem Karrierecenter der Bundeswehr statt. Dort kannst du in einer Stube übernachten. Für die An- und Abreise erhältst du eine Fahrkarte der Deutschen Bahn oder Kilometergeld für das Auto. Unbedingt mitzubringen ist Kleidung für beide Tage, einschließlich Sportkleidung und Sportschuhe.
Das Auswahlverfahren für Mannschaften besteht aus folgenden Stationen (die Reihenfolge kann variieren):
- Das Auswahlverfahren beginnt vormittags mit dem „computergestützten Eignungstest“ (CAT). Die Inhalte sind: Allgemeinbildung, Deutsch, Englisch, technisches Verständnis und logisches Denken.
- Am Nachmittag finden ärztliche Untersuchungen statt: Hier wird festgestellt, ob du gesundheitlich diensttauglich bist. Eingeplant sind ein Sehtest, ein Hörtest und eine körperliche Begutachtung, außerdem werden Blut- und Urinproben genommen.
- Der zweite Tag startet mit dem Basis-Fitness-Test. Zu bewältigen sind drei Stationen, nämlich ein Sprinttest, ein Klimmhang und ein Belastungstest auf dem Fahrradergometer.
- Wer den Sporttest bestanden hat, trifft im Vorstellungsgespräch auf einen Psychologen und in der Regel noch einen Offizier der Bundeswehr. Die Interviewer fragen nach deinem Werdegang und deinen Qualifikationen und wollen insbesondere herausfinden, welche Gründe ausschlaggebend für den Berufswunsch Soldat sind.
- Die letzte Station ist das Gespräch dem „Einplaner“: Dabei kannst du angeben, an welchem Ort und in welcher Verwendung du gerne dienen willst. Der Einplaner berücksichtigt deine Vorstellungen, deine Tauglichkeit und den Personalbedarf der Bundeswehr.
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