Der Freiwillige Wehrdienst der Bundeswehr
Alles Wichtige zum Freiwilligen Wehrdienst (FWD) bei der Bundeswehr: Welche Voraussetzungen musst du erfüllen, und was erwartet dich im Auswahlverfahren?
Um die Bundeswehr als Arbeitgeber kennenzulernen, kannst du bei der Truppe einen Freiwilligendienst absolvieren. Er wird seit 2026 besonders beworben: Deutsche Staatsangehörige erhalten zu ihrem 18. Geburtstag einen speziellen Fragebogen, der von Männern beantwortet werden muss, von Frauen beantwortet werden kann. Wer sich für den Freiwilligendienst bereit erklärt und tauglich scheint, wird zur Eignungsfeststellung („Musterung“) eingeladen.
Der FWD dauert zwischen sechs und elf Monaten. Die genaue Dauer bestimmst du als FWDLer (freiwillig Wehrdienstleistender) selbst, die ersten sechs Monate gelten als Probezeit. In welcher Verwendung und an welchem Standort du eingesetzt wirst, hängt davon ab, welche Erfahrungen, Fähigkeiten und Qualifikationen du mitbringst.
Ausbildung zum Soldaten
Deinen FWD durchläufst du in der Laufbahn der Mannschaften. Zunächst absolvierst du eine dreimonatige Grundausbildung in einer speziellen Rekrutenkompanie. Danach geht es für dich in deine Stammeinheit. Dort folgt üblicherweise eine dreimonatige Dienstpostenausbildung.
Schon während deines Freiwilligendienstes kannst du dich entscheiden, ob du nach deinem FWD weiter bei der Bundeswehr dienen möchtest. In dem Fall kannst du dich als Soldat bzw. Soldatin auf Zeit (SaZ) verpflichten.
Die Voraussetzungen für den Freiwilligen Wehrdienst
- Du bist mindestens 17 Jahre alt. Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, brauchst du das Einverständnis deiner Erziehungsberechtigten. Ein Höchstalter gibt es nicht.
- Du bist mindestens 1,55 Meter groß.
- Du hast die Vollzeitschulpflicht erfüllt.
- Du besitzt die deutsche Staatsbürgerschaft.
- Du verpflichtest dich für eine Dienstzeit von sechs bis elf Monaten (die Dauer darfst du selbst bestimmen).
Das Auswahlverfahren für den Freiwilligen Wehrdienst
Das Auswahlverfahren für den FWD der Bundeswehr dauert üblicherweise ein bis zwei Tage. Es findet in einem Karrierecenter der Bundeswehr statt.
- Eine Station des Auswahlverfahrens führt dich zum Arzt: Er untersucht, ob du diensttauglich bist. Der Befund entscheidet über deinen Tauglichkeitsgrad und Verwendungsgrad.
- Ebenfalls auf dem Programm steht ein Eignungstest (CAT) am Computer. Der CAT prüft deine Allgemeinbildung, deine Deutsch- und Mathekenntnisse, dein technisches Verständnis, dein logisches und visuelles Denkvermögen und deine Konzentrationsfähigkeit.
- Das anschließende Vorstellungsgespräch führst du mit einem Psychologen und gegebenenfalls einem Offizier. Dabei geht es um deinen schulischen und beruflichen Werdegang und um deine Interessen. Am meisten achten die Prüfer auf deine Persönlichkeit und deine Motivation: Warum willst du Soldat werden? Und hast du das Zeug dazu?
- Zuletzt kannst du im Gespräch mit einem „Einplaner“ deine Wünsche äußern, in welcher Verwendung und an welchem Standort du dienen willst. Der Einplaner berücksichtigt deine Vorstellungen, deine Eignung und den Personalbedarf.
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